TROCHLEAPLASTIK

90% aller habituellen Patellaluxationen sind ursächlich auf eine Trochleadysplasie zurückzuführenJe weiter die Dysplasie in Richtung Schienbein reicht, umso größer ist die daraus resultierende Instabilität der Kniescheibe. Der bei höhergradiger Beugung bestehende, nach posterior gerichtete Kraftvektor verliert dann seine stablisierende Wirkung und führt lediglich zu einer Erhöhung des patellofemoralen Anpressdrucks und damit auch den Schmerzen. Da es sich bei der Trochleadysplasie um eine angeborene Pathologie handelt, erfährt die Patella von Kindheit an ein Fehlgleiten, welches eine chronische Proximalisierung und Lateralisierung der Patella mit erhöhtem Luxationsrisiko mit sich bringt.

Das Ziel der Trochleaplastik besteht in der Lateralisierung und Vertiefung der Trochlearinne, um einerseits den Q-Winkel zu minimieren und andererseits eine laterale Trochleafacette als statische Barriere gegen den nach lateral gerichteten Kraftvektor zu schaffen. Prof. Schoettle und sein Team verfügen über die weltweit größte Erfahrung mit inzwischen fast 1000 operierten Trochleaplastiken. Auf die Erfahrung von Prof. Schoettle und seinem hochspezialisierten Team bei diesem schwierigen Eingriff hier in München vertrauen dabei nicht nur Patienten aus Deutschland, sondern der ganzen Welt.

Postoperativ sollte der Patient für die verbleibende Dauer des stationären Aufenthaltes täglich 4x je 20 Minuten ohne Limitierung des Freiheitsgrades auf einer CPM-Schiene beübt werden. Die stationäre Entlassung sollte nicht vor Erreichen einer Beugefähigkeit von mindestens 60° erfolgen, um das Auftreten von postoperativen Vernarbungen zu vermeiden. In den ersten 2 Wochen postoperativ ist auf die Teilbelastung von 20kg zu achten. Im Anschluss kann die schmerzadaptierte Steigerung der Belastung bis zur Vollbelastung erfolgen. Erst nach insgesamt 6 Wochen ist die stufenweise Rückkehr zu Alltagsaktivitäten sinnvoll.

UNSERE LEISTUNGEN