MENISKUS

 

MENISKUSBEHANDLUNG BEI PROF. DR. SCHOETTLE

Zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein im Knie befindet sich eine gummiartige, stoßabsorbierende Struktur, die als Meniskus bekannt ist. Es gibt zwei Menisken im Knie, einen auf der Innenseite (medialer Meniskus) und einen auf der Außenseite (lateraler Meniskus). Im weitesten Sinne sind sie knorpeliger Struktur. Manchmal reißen diese Knorpelstrukturen und können Knieschmerzen verursachen, klicken, einklemmen oder das Knie blockieren. Die Menisken können entweder durch ein Trauma / Verletzung (Verdrehungsverletzungen, Autounfälle usw.) oder einfach durch lebenslange Nutzung und Degeneration reißen. Meniskusrisse aufgrund traumatischer Verletzungen bei jüngeren Patienten (unter 35-40 Jahren) können manchmal repariert oder wieder zusammengenäht werden. Mit zunehmendem Alter ändert sich jedoch ein Großteil der Blutversorgung des Meniskus und verhindert, dass Ärzte sie wirksam reparieren. Manche Meniskusrisse, können aber selbst bei jüngeren Patienten mit einer guten Blutversorgung aufgrund des Rissmusters und der Verletzungszone trotzdem nicht repariert werden. Wenn ein symptomatischer Meniskusriss nicht repariert werden kann, werden die gerissenen Fragmente durch arthroskopische Operationen entfernen.

Das wirft natürlich folgende Frage auf: „Wenn ich einen oder beide dieser Stoßdämpfer in meinem Knie verliere, nutzt sich mein Knie ab – und wird arthritisch?“

Die Antwort lautet nicht einfach „Ja“ oder „Nein“. Es gibt eine Mengen von Faktoren, die für diese Situation ausschlaggebend sind wie: die Menge des verbleibenden Meniskus nach dem Entfernen der gerissenen Fragmente, die Knieachse, das Alter des Patienten, die Qualität des Knorpels am Femur und an der Tibia, den Ernährungszustand und das Aktivitätsniveau des Patienten – und viele mehr. Diese werden aber von unseren Kniespezialisten und Prof. Schoettle in München ausführlich mit Ihnen bepsrochen.

Im Knee and Helath Institute München bemühen wir uns, unsere Patienten umfassend über ihre Verletzungen aufzuklären. Wenn sich ein Patient für eine Meniskusoperation entscheidet, nehmen wir uns die Zeit, ihnen ihre intraoperativen Fotos zu zeigen und diese zu erklären, damit sie sowohl die Verletzung als auch die Behandlung besser verstehen können. Wenn Sie Knieschmerzen haben und einen Meniskusriss vermuten, kann Ihnen der Kniespezialist Prof. Schoettle dabei helfen, Ihre Verletzung besser zu verstehen. Bei der Bildgebung und dem MRT kann Ihre Diagnose häufig am selben Tag gestellt werden. In der Folge würden Sie über alle chirurgischen und nicht-chirurgischen Behandlungsoptionen aufgeklärt.

Die Versorgung von Meniskusrissen ist abhängig vom Alter des Patienten sowie der Größe, Länge und Art des Risses. Mit zunehmendem Alter wird der Meniskus weniger mit Blut versorgt und kann daher schlecghter heilen und / oder repariert werden. Aus diesem Grund treten degenerative Meniskusrisse normalerweise bei Personen ab 35 Jahren auf und werden üblicherweise durch chirurgische Entfernung des Risses behandelt.

Viele Meniskusrisse sind klein und werden nicht symptomatisch, müssen also auch nicht operiert werden. Risse, die groß genug sind, um Symptome zu verursachen, müssen aber trotzdem vor allem bei älteren Menschen nicht operativ unbedingt behandelt werden. Eine Änderung der Aktivität, gefolgt von einer Therapie kann bei 50% der Patienten eine allmählichen Rückkehr zum Sportermöglichen. Der Riss selbst heilt nicht, sondern ist irgendwann so verrieben, dass er nicht mehr symptomatisch ist. In diesem Fall fühlt sich ein Patient innerhalb von drei Wochen besser und kann nach sechs Wochen seine normalen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Diese Form der Behandlung wird bei jungen, gesunden Personen nicht empfohlen, da diese Altersgruppe ein höheres Risiko hat, Meniskusrisse durch Laufen oder Spielen zu verschlimmern. Jüngere Menschen sollten daher einen Riss eher chirurgisch reparieren lassen. Sofern das gerissene Gewebe selbst nicht beschädigt ist, kann der Meniskus genäht werden, wodurch die Gesamtfunktion des Meniskus erhalten bleibt. Letztendlich kann dies zu einer längeren, besser funktionierenden Fähigkeit des Knies und vermutlich zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer posttraumatischen Arthritis führen.

Diese Möglichkeit verringert sich jedoch, je länger der chirurgische Eingriff verzögert wird.

Alternative Behandlungen können Glucosamin, Hyaluronsäure und nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs) sowie PRP umfassen.

Wenn ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist, können partielle Meniskektomien arthroskopisch durchgeführt werden. Solange weniger als 20 Prozent des Meniskus selbst entfernt werden, wird eine geringe langfristige nachteilige Wirkung auf das Knie verursacht. Das Entfernen größerer Meniskusanteile kann jedoch ein Vorläufer der fortschreitenden, degenerativen Arthritis sein.

Die Rehabilitation nach einer Meniskusoperation verläuft relativ unkompliziert, wobei Schwellungen und Ergüsse verringert und anschließend ein normaler Bewegungsumfang (ROM) und eine Kräftigung erreicht werden.

Das teilweise Entfernen des Meniskus ist minimal schmerzhaft und nach einer kurzen Entlastungsphase von 2 Wochen an Krücken kehrt die normale Funktionsfähigkeit in der Regel innerhalb von sechs Wochen postoperativ zurück.

Bei einer Naht verlängert sich die Entlastung an Krücken auf 4 Wochen und eine zusätzliche Physiotherapie ist dabei notwendig.

Sportliche Tätigkeiten sind je nach Versorgung unterschiedlich wieder auf zu nehmen.

Bei kleinen Rissen oder Teilentfernungen nach ca 6 Wochen, bei Nähten 3-4 Monate und bei begleitenden Verletzungen des Knorpels oder des Bänder auch etwas länger. Es ist durchaus möglich, dass das Knie bei begleitenden Pathologien in der Folge bei gröberen Kniebelastungen immer wieder etwas schmerzt.

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